SZ 27.07.2026
14:52 Uhr

(+) Nach dem CSD-Anschlag: Merz sagt, der Hass fange klein an – und versäumt es, dagegen anzugehen


Der Bundeskanzler erklärt in einer Rede, Gewalt gegen queere Menschen beginne bei „dummen Witzen“. Das ist richtig, und die Regierung sollte dementsprechend handeln.

(+) Nach dem CSD-Anschlag: Merz sagt, der Hass fange klein an – und versäumt es, dagegen anzugehen

Friedrich Merz hat eine Eigenschaft, die bei Politikern selten ist: Er redet, wie er fühlt. In der Kirche beim Gedenkgottesdienst für die Opfer des CSD-Anschlags in Berlin stockte ihm die Stimme, als er von der Gewalt sprach, die Männer ertragen müssen, die Männer lieben, Frauen, die Frauen lieben, und all jene, die sich nicht ihrem biologischen Geschlecht zugehörig fühlen. Diese Gewalt fange schon bei dummen Witzen an, sagte er. Er klang ehrlich erschüttert.

Am Tag nach dem Anschlag in Berlin sind etliche Fragen offen. Während die Polizei im Berliner Tiergarten ermittelt, zeigen Besucher ihre Trauer. Manche fürchten, die Tat werde nun politisch instrumentalisiert werden.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: